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    Der bekannte Hausschlachter Balthasar Hamm IV

    Im Jahre 1950 machte der bekannte Hausschlachter Balthasar Hamm IV seinem Sohn Heini Hamm den Vorschlag eine Metzgerlehre zu beginnen mit der Hinsicht eine Metzgerei im Grewweheiser Unnerdorf zu errichten. Sein Sohn Heini war Feuer und Flamme die Entscheidung viel ihm leicht. So ging er im Jahre 1951 in die Lehre nach Ober Roden. Die Lehre dort war jedoch nur ein kurzes Gastspiel, denn die Anreise erwies sich als schwierig. Er mußte entweder zu Fuß gehen oder eventuell mit dem Fahrrad fahren, sofern eines zur Verfügung stand. Außerdem verlangte sein Lehrmeister, daß er bei der Feldarbeit mithelfen sollte was nicht unbedingt zur Ausbildung gehörte, denn er wollte ja Metzger werden. So ging er kurze Zeit später in Weiterstadt bei der Metzgerei Ludwig Storm in die Lehre, In der Woche verdiente er 2–3 DM von morgens um 6 Uhr bis es fast abends dunkel wurde. Zur damaligen Zeit war es so, daß fast überall Hausschlachtungen gemacht wurden, ja nicht nur Schweine, nein es wurden tags zuvor Gasböckelchen für die Zervelatwurst, geschlachtet. So wurde Heini von seinem Meister gefragt ob er das denn übernehmen könne, die Antwort war ja Meister, so wurde er fort geschickt mit Messer und Stahl in der Ketz um die Gasböckelchen zu schlachten. Wie er die zwei geschlachtet hatte, das ging recht flott von der Hand und alles sauber gemacht hatte, die Felle zusammen gerollt und in das Ketz alles eingepackt hatte ja da gaben es für jedes Fell noch eine Mark. Er machte sich auf den Weg zum Lehrmeister zurück. Es ging wie ein Lauffeuer im Ort herum, so daß er auf der Straße von mehreren Haushalten angesprochen wurde. Ei Bub kann du unsere Böckelchen auch schlachten? Gesagt getan und die Mark kassiert. Bis er dann bei seinem Lehrmeister Storm angekommen war, war das Ketz voll mit Fellchen und der Meister machte ihn so richtig zur Schnecke, wo bleibst du nur? Wegen 2 Gasböckelchen warst du den ganzen Tag unterwegs! Ei Meister das ganze Ketz ist doch voll mit Felle und dann mußte er auch noch sein verdientes Geld das er für die Felle bekomme hatte abgeben. Ja das war der Anfang vom Metzgermeister Heini Hamm. Seine Lehre setzte er in Wixhausen in der Metzgerei Huck fort.
     
    Der in seinem Heimatort bekannte Hausschlachter Balthasar Hamm IV gründete am 01.04.1953 mit seiner Ehefrau Marie Hamm auf dem heutigen Anwesen in der Frankfurterstr. 16 in Gräfenhausen eine Metzgerei. Trotz der damaligen noch schwierigen finanziellen Verhältnisse schloß sich dem Verkaufsladen eine Wurstküche mit Schlachthaus an. 1 Sohn und 2 Töchter halfen damals mit, den regelmäßigen Auftrieb von Schweinen und Großvieh zu verarbeiten. Im Jahre 1960 legte sein Sohn Heini Hamm vor der Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Darmstadt seinen Meisterbrief ab und übernahm 10 Jahre nach Betriebsgründung die Metzgerei von seinem Vater Balthasar Hamm IV. Bereits 4 Jahre später sind 1967 nach mehreren Monaten der Neubauarbeiten sind moderne Betriebs-und Geschäftsräume entstanden. In der Wurstküche mit Schlachthaus wurden zu diesem Zeitpunkt die neuesten vollelektronischen Anlagen angeschlossen. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue und modernere Maschinen angeschafft, so das eine Qualitätssteigerung immer wieder möglich war. Ja bei den Investitionen war der Betrieb Heini Hamm seinen Kollegen immer im Voraus, so daß die Kollegen immer wieder auf ihn zu kamen und sich über die neue Technik informierten.
     
    Sein Sohn Klaus Werner folgte ihm auf Schritt und Tritt, vom Schlafzimmer ins Bad und von dort in die Wurstküche, ja da war der kleine Knirps gerade mal 4 Jahre alt. Er hatte im Schlachthaus einen kleinen Holzschemel, mit dessen Hilfe er gerade mal über die Tischkante schauen konnte. Am 01.08.1979 ging der Klaus Werner in die Metzgerlehre nach Darmstadt zur Metzgerei Günter Reeg. Das war so ein Ding, der Ruf eilte ihm voraus, man hätte ja schon sagen können das der Bub seine Gesellenprüfung ablegen kann, aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre, so waren die Probleme schon vorprogrammiert. Am 01.10.1980 setzte er seine Lehre im Elterlichen Betrieb fort. Mit zweieinhalb Jahren Lehrzeit wurde er im Dezember 81 zur Gesellenprüfung zugelassen und machte seine Prüfung mit „Gut".
     
    Ein weiterer Ladenumbau mit Vergrößerung der Produktionsräume fand im Frühjahr 1985 statt. Die Lieferungen gingen ab diesem Zeitraum nicht nur in die nähere Umgebung und andere Bundesländer, die Qualitätserzeugnisse fanden bis nach Amerika und Kanada ihren Absatz. Für den Geschäftsablauf zeichnete seine Ehefrau Marga Hamm Verantwortung, behilflich waren zwischenzeitlich 1 Sohn und 2 Töchter sowie 1 Geselle. Am 04.07.1986 legte sein Sohn Klaus Werner vor der Handwerkskammer Mannheim die Meisterprüfung ab. Seine erworbenen Fähigkeiten konnte er in seinem Elterlichen Betrieb einsetzen und er übernahm am 01.07.1992 den Betrieb. Seine Aufgaben- und Verkaufsbereich in der bekannten Qualitätspalette erweiterte sich um Lieferungen in die Großindustrie. Auch nahm er nun verstärkt den Partyservice mit heißem und kaltem Buffet in seine Produktpalette auf.
     
    Klaus Werner Hamm, der mit Unterstützung seiner Ehefrau Elke Hamm und seinem freundlichen Team das Geschäft weiter führt, ist ständig bestrebt seiner Kundschaft mit einer qualitativen vielseitigen Produktpalette alle Wünsche zu erfüllen. Am 31.07.1992 wurde der erste Tag der offenen Tür gefeiert. Mit Essen und Trinken und Kinderkarussell wurden die Kunden durch die Räumlichkeiten geführt, der Reinerlös der beiden Tage wurde dem Verein der Krebskranken Kinder, in Darmstadt gespendet.
     
    Der nächste Schritt kam 1996. Klaus Werner Hamm setzte sich mit dem Institut für Umweltanalytik in Verbindung. Frau Ursula Volk zeigte ihm dann noch ein paar Wege zur Erfüllung der Auflagen auf, die für das Team Hamm (Bach-Balser) leicht zu erfüllen waren. Da Klaus Werner nicht nur in Hessen unterwegs war, nein so auch in Bayern und Baden-Württemberg so konnte er bei den vielen Kollegen so einiges abschauen. Zum guten Abschluss machte er in der Großindustrie auch noch ein paar nützliche Erfahrungen, die er in seinen späteren Betrieb steckte. In den folgenden Jahren wurde der Betrieb Schritt für Schritt auf die zu erwartenden neuen Hygienevorschriften vorbereitet. So wurde der Hygienische Standart erreicht und Frau Ursula Volk vom IFU konnte bereits am 11.02.1998 die HACCP Urkunde für das Erfüllen des Eigenkontrollsystems in feierlichem Rahmen überreichen. Dieses Ereignis war der nächste Anlass einen Tag der offenen Tür zu feiern. Alle Kunden welche, Interesse hatten, durften in den Produktionsräumen Einblick nehmen. Dies fand großen Anklang und wieder konnte der Reinerlös für Essen und Trinken dem Verein für Krebskranke Kinder gespendet werden.